Das leidige Problem mit dem Telefon im Tierheim!

Immer wieder gab und gibt es Beschwerden, das Tierheim wäre nie erreichbar. Das ist aber nicht der Fall. Von Montag bis Freitag ist vormittags (bis auf Urlaubszeiten) unsere Bürokraft da, nachmittags ist von Dienstag bis Samstag von 14.00 bis 17.00 das Tierheimbüro immer wegen des Publikumsverkehrs besetzt und die übrige Zeit ist der Anrufbeantworter geschaltet, der alle Wünsche der Anrufenden aufnimmt.

Immer wieder müssen wir hören, “da geht ja niemand an das Telefon” - dem ist nicht so, nur sieht es folgendermaßen aus: wir haben zwei Leitungen und wenn unsere Bürokraft auf einer Leitung spricht, kann sie den Anruf auf der anderen Leitung nicht annehmen. Sollte zufällig eine Tierpflegerin im Büro sein, so wird selbstverständlich auch der zweite Anruf entgegengenommen.

Oft heißt es auch, “ich habe so und so oft angerufen und nie ging jemand ans Telefon”, auch das ist nicht immer richtig, denn wir können jeden Anruf, der bei uns eingeht, ob abgenommen oder nicht, nachverfolgen, d.h. Zeitpunkt des Anrufs und wie oft dieser wiederholt wurde und da müssen wir häufig feststellen, dass das nicht immer stimmt, dass so oft angerufen wurde.

Leider gibt es immer wieder Anrufer, die nicht auf den Anrufbeantworter sprechen wollen und sich aber dann beschweren, dass das Tierheim nie erreichbar wäre. Alle Telefonate, die auf dem Anrufbeantworter landen, werden abgehört. Es werden aber nur die Anrufer zurückgerufen, die sich mit Namen, Telefonnummer und dem Grund ihres Anrufs melden. Anonyme Meldungen und solche Anrufe, aus denen nicht hervorgeht, um was es sich handelt, werden nicht berücksichtigt. Dazu ein Beispiel, warum das so wichtig ist: es gab Anrufe auf dem AB mit der Bitte dringend zurückzurufen aber ohne Grund, wenn dann von uns zurückgerufen wurde mussten wir hören: “ich wollte nur mal fragen, ob sie Katzen haben” oder ähnliches - und Sie, liebe Leser dieses Blogs, können sich sicherlich vorstellen, dass für solche Rückrufe die Zeit zu kostbar ist, denn im Tierheim gibt es so viele Anfragen und Probleme, die wirklich wichtig sind und beantwortet werden müssen.

Und - da ist noch etwas - das Handy im Tierheim. Das funktioniert in Trenkmoos überhaupt nicht, höchstens man findet irgendwo ausserhalb einen kleinen Fleck, wo evtl. gerade mal Funkempfang gegeben ist. D.h. das Tierheim in Trenkmoos ist handymäßig in einem Niemandsland. Die Tierpfleger haben das Handy aber immer dabei, wenn sie unterwegs sind, und da ist es zumindest möglich, sie zu erreichen. Nur da ist es dann wieder so, sollte es Fragen geben über vermisste Tiere o.ä., kann keine Auskunft gegeben werden, denn alles, was Tiere betrifft ist im Tierheim im PC gespeichert.

Ganz zum Schluss möchte ich noch eine Anmerkung machen und bitte darum, dies nicht falsch zu verstehen: Wir sind weder Polizei, Feuerwehr, Krankenhaus noch Notrufnummer und können aus diesem Grund auch nicht rund um die Uhr das Telefon besetzt haben, dazu haben wir nicht das Personal.

In dringenden Notfällen bitte immer die Polizei informieren, denn die Polizei ist als Ordnungsbehörde für Hunde, die herrenlos streunen o.ä. zuständig. Im Tierheim gibt es eine eigens für die Polizei hergerichtete, große Hütte, in die die Beamten dann Notfälle selbst unterbringen können.

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Benni erzählt

Hallo, hier bin ich, der Benni …..

(früher hieß ich ja einmal Benji, da ich auf den Namen aber sowieso nicht gehört habe und meine neuen Eltern Benni auch schöner fanden, heiße ich nun eben so).

 Benni 1

Jetzt, nach 2 Jahren, möchte ich euch aus Essen ganz liebe Grüße senden und Euch sagen, dass ich nun endlich angekommen bin. Es war ein langer und beschwerlicher Weg für uns alle.

 

Abgeholt haben mich diese neuen Leute bei meiner Pflegefamilie in Traunstein. Dort musste ich weg, weil ich mich mit deren Katzen nicht verstand. Meine neuen Leute flogen von Düsseldorf nach München und nahmen sich einen Mietwagen, um mich dann abzuholen.

 

Ich war ganz durcheinander und schrie die ganze Zeit auf dem Flughafen. Alle Leute schauten mich an. Dann, im Flieger, musste ich im Fußraum stehen – das war laut sag ich Euch. Als wir dann nach dem Flug nach einer halbstündigen Fahrt in meinem neuen Zuhause ankamen, war ich wirklich mit meinen Nerven am Ende.

 

Ich wurde aus der Tasche gelassen und ….., da standen doch da wirklich 2 Kater und 1 Katze und glotzten mich mit großen Augen an. Die hab ich erst mal verkloppt und in die Flucht geschlagen. Na prima – das kann ja hier heiter werden. Bald war Nachtruhe und einer von meinen neuen Eltern zog mit den 3 Katzen nach oben. ich blieb mit dem anderen unten und konnte erst einmal in Ruhe mein neues Reich inspizieren. Morgens dann ging die Türe auf und alle waren wieder da und beäugten mich. Es war eine schwere Zeit für uns alle, denn ich mochte die nicht und die mochten mich nicht. Zwei Wochen schliefen wir getrennt. Meine Eltern kauften für die Steckdosen Pheromone für jede Etage und schmierten uns alle mit Baldrian ein. Außerdem bekamen wir alle Rescue-Globulis (homöopathische Notfallkügelchen). Ich sag Euch, eine Tortur war das – und geholfen hatte es so gut wie gar nicht.

 Benni 2

Dann der Besuch beim Arzt! Blutabnahme, Untersuchung und …. – die Zahn-OP!!! Ich habe danach so lange geschrien, dass wir nachts um 24.00 Uhr noch einmal in die Klinik fuhren um nachschauen zu lassen, ob alles in Ordnung ist mit mir. Kam gar nicht aus der Narkose heraus. Total vereiterter Backenzahn oben und unten.

 

Dann fingen die 2 anderen Kater auch noch mit einer ganz schlimmen Infektion im Mund- und Rachenraum an (man meinte, ich hätte den Erreger mitgebracht!). Über Wochen hieß das für die beiden Antibiotika spritzen und einnehmen und es wurde und wurde nicht besser. Hier herrschte wirklich im Moment keine gute Zeit. Immer wieder kam etwas Neues dazu.

 

Irgendwann trat dann doch endlich ein bisschen Ruhe ein und mittlerweile durften die Türen auch schon offen bleiben. Aber Zoff gab es immer wieder und mein neuer Vater meinte schon, sie müssen mich wieder dahin zurückbringen wo ich hergekommen bin. Oh – war da seine Frau traurig.

 

Dann diese ewig laufende Nase von mir. Angeblich sollte es ein chronischer Katzenschnupfen sein. Ständig musste ich damit von einem Arzt zum anderen. Abstriche, Untersuchungen, Spritzen mit Antibiotika und – und – und. Als mir dann aus der Nase Blut und Eiter liefen, mein Stuhl nach Teerstuhl aussah, musste ich wieder in die Klinik und es wurde unter Narkose endoskopisch untersucht mit dem Ergebnis: ein total verfaulter Eckzahn ober links, der schon in die Nasenhöhle durchgebrochen war und eine vereiterte Wurzel unten rechts. Es wurden mir beide Eckzähne oben gezogen und die Wurzel unten ausgegraben. Ich war ganz schön krank danach. Aber – was soll ich Euch sagen, jetzt endlich geht es mir gut, ich habe nun zwar keine Zähne, aber auch keinen chronischen Katzenschnupfen mehr, da es ja an meinen Zähnen gelegen hatte.

 Benni 3

Meine Nase läuft nun Gottseidank nicht mehr und ich bin gar nicht mehr so aggressiv wie früher. Eine halbe Herztablette nehme ich übrigens noch ein und eine viertel Tablette für den Magen. Zu Anfang habe ich das alles gar nicht zugelassen, das war ein wirkliches Problem. Aber nun weiß ich genau, was nach dem Frühstück kommt, und ich halte schon ganz schön still.

 

Ich schlafe natürlich bei meinen Eltern im Bett. Bin total anhänglich, quatsche den ganzen lieben langen Tag und habe nun auch meine Plätze im Haus gesichert, die mir keiner mehr streitig machen will. Ich bin angekommen und fühle mich hier pudelwohl. Ich liebe es, in den Garten zu gehen und beobachte, stundenlang im Gras liegend, die Vögelchen. Selbst Gras fressen geht ganz ohne Zähne!

 

Meine Eltern sind trotz des langen anstrengenden Weges froh, mich zu haben, und dass sie mir ein neues Zuhause geben konnten und ich wieder gesund bin. Sie dankt Euch auch noch einmal ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit bei meiner Überführung. Ich lege ein paar Bilder von mir bei, damit Ihr sehen könnt, wie dick mein Bäuchlein schon geworden ist.

 

Ein schönes, gesundes und erfolgreiches Jahr für das Tierheim in Traunstein wünschen Euch

 Benni 4

Euer Benni mit Minni, Simba und natürlich Sabine und Peter

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Eine große Bitte

2010-blog-eine-grose-bitte-2.jpgDas hat er nicht verdient! 

 Bitte nehmen Sie sich reichlich Zeit für Überlegungen vor dem Kauf eines Tieres. Vor allem Kinder verlieren nach einiger Zeit das Interesse am neuen Hausbewohner. Vielleicht entpuppt sich der neue Freund auch bald als lästig. Spätestens wenn die Reinigungsarbeiten des Käfigs/Geheges wieder anfallen und es ständig Streit mit Papa und Mama gibt, würde man lieber auf das Haustier verzichten. Auch eignen sich die meisten Tiere nicht als Spielgefährte oder Kuscheltier. Es sollten ebenfalls immer mögliche Allergien in Betracht gezogen werden. Vergessen Sie auch die laufenden Kosten wie z.B. Futter und Tierarzt nicht! Sprechen Sie ausführlich mit ihrem(n) Kind(ern) über das gewünschte Haustier und besorgen sie im Vorfeld Fachliteratur.    

Sie können uns aber auch gerne im Tierheim besuchen kommen und sich über ihr „Wunschtier“ informieren! Falls die gewünschte Tierart auch im Tierheim „wohnt“, können sie und ihr(e) Kind(er) auch gerne „learning by doing“ betreiben. Je nach Nachfrage werden wir in Zukunft kleine Workshops über bestimmte Tierarten anbieten. Sie erfahren alles Wissenswerte und erhalten Infomaterial. Außerdem erledigen Sie kleine Arbeiten, wie z.B. die Käfigreinigung, Fellpflege, usw. Alles unter fachlicher Anleitung unseres Tierheim-Teams.

 2010-blog-eine-grose-bitte-1.jpg

Ich hoffe, dass sich durch unsere Arbeit, die Zahl abgegebener, ausgesetzter oder nicht mehr gewollter Tiere deutlich reduziert und wir so aktiven Tierschutz betreiben.    

 

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