1955

hatte die Messerschmiedsgattin Frau Liegl den Vorsitz und sie ließ den Verein am 31. März 1955 ordnungsgemäß registrieren. Es ist den Tierschützern dann auch gelungen, ein erstes kleines Heim für herrenlose Tiere am Triftweg zu errichten, das von Frau Bachmann betreut wurde.

 

1. Tierheim in Traunstein am Triftweg

Die Mitgliederzahl wuchs langsam, es wurden immer mehr, die sich den Grundsatz

“Achtung vor allem Leben” zu eigen machten. Der Schutz derart geschundener Tierwelt, Hilfe für die schwächeren, wehrlosen Mitgeschöpfe sind eine vornehme Pflicht des zur Verantwortung verpflichteten Menschen. Das bedeutet nicht, das Tier dem Menschen gleichzusetzen und jeder, der das tut, ist kein echter Tierschützer, weil er sich selbst und den Tieren dadurch schadet” (Zitat Frau Bachmann).

Heute hat der Tierschutzverein Traunstein eine Mitgliederzahl von ca. 970 Bürgern.


1956

in der Welttierschutzwoche veranstaltete der Tierschutzverein eine große Hundeparade durch die Stadt und einen Infostand am Maxplatz.
Am Maxplatz war ein Hundezwinger aufgestellt, in dem sich Katzen und Pudel miteinander bestens vertrugen, aus Lautsprechern klang Musik und die Sammelbüchsen klapperten eifrig.

 

Umzug durch Traunstein

 

Nachmittags gab es dann die Hundeparade vom Stadtplatz aus durch die Max- und Rosenheimer Straße zum Bahnhof und von dort durch die Bahnhofstraße zurück zum Stadtplatz. Voran gingen 16 Schäferhunde, dann kamen drei Buben, die einen Vogelkäfig mit einem Kanarienvogel mittrugen, dahinter zwei Reiterinnen und anschließend kam das Gros der Hunde. Hier war alles vertreten, was unter den Vierbeinern Rang und Namen hatte. Foxterrier, Pekinesen, lang- und kurzhaarige Dackel, Spitze etc. Alle hatten Blumen und Schleifen im Halsband. Das Tierheim selbst war vertreten mit einem kleinen Wagen, der von einem Esel gezogen wurde und auf dem der Hundezwinger, der morgens auf dem Maxplatz war, stand. Dem Umzug schauten viele Zuschauern und deren vierbeinigen Begleiter zu. Das ganze war ein großer Erfolg.

 

mit Esel, Hund etc. ging es durch Traunstein


1958

wurde Frau Liegl vom Postbeamten Herrn Dufter in der Vorstandschaft abgelöst.


1961

übernahm Alfred Faust, Versicherungskaufmann, den Vorsitz. Das erste Tierheim war längst zu klein geworden. Auch störte das Hundegebell im Wohngebiet sehr. Nach eifrigen Bemühungen der Tierschützer stellte die Stadt Traunstein ein Pachtgrundstück in Trenkmoos zur Verfügung.